Lieber Wachtelhundfreund!


Seit meiner Jugend hat mich die Arbeit mit Hunden fasziniert. Aus dem einfachen Führen entwickelte sich die spezialisierte Ausbildung unserer Jagdgefährten! Besonderen Spaß macht mir eine gewisse autodidaktische Entwicklung meiner Führerpersönlichkeit. Daraus haben sich einige eigenwillige Methoden entwickelt, die ich an meinen Hunden anwende und in meinen Lehrgängen propagiere. Inzwischen würde es sich anbieten, ein Buch zu schreiben. Ich befürchte aber, dass ein solches „Werk“ im Meer der Ausbildungsbücher versinken könnte. Daher wähle ich dieses Medium, um möglichst viele Menschen zu erreichen und damit bei der Ausbildung und Führung ihrer Hunde zu unterstützen.


Tenor meiner Ausführungen soll sein:


Es führen viele Wege nach Rom, dieser ist besonders sicher.


Bitte holen Sie sich die entsprechenden Informationen über die eingefügten Untermenüs!

 

Unter "Videothek, Ausbildung" finden Sie wichtige Anregungen mit entsprechenden Filmen dazu!

 



Im Herbst 2020 wurde von einem engagierten Team innerhalb der Landesgruppe Niedersachsen ein Junghundetag veranstaltet, der auch zum Anlass genommen wurde, ein bemerkenswert gutes Merkblatt zu entwerfen. Es geht um die Vorbereitung unserer Hunde auf die Jugendprüfung und verrät wichtige Handhabungen für den Prüfungsablauf. Federführend war unter anderem Christian Engell, den ich gebeten habe, diesen Schriftsatz weiterleiten zu dürfen. Die Erlaubnis habe ich bekommen. Somit steht allen Interessierten über diese Homepage eine gelungene Niederschrift zur Verfügung. Herzlichen Dank an die Verfasser!  

Ausdrückliche Eindrücke vom Führerlehrgang in Börry 2020

25.8.2020

Wasserarbeit perfekt

Müssen unsere Hunde so etwas können? Klares Nein! Aber: Wenn sie so etwas können, können sie andere Sachen auch.

Dieser junge Rüde, Timon von der Nachtweide, ist perfekt durchgearbeitet. Vor knapp zwei Monaten bis heute haben wir in unserem Kurs die Sommerpause eingelegt, um heute noch einmal durchzustarten. Anfang Juli waren alle Hunde so weit fertig, dass es seitens des offiziellen Kurses keiner weiteren Übungseinheiten bedurfte. Ab heute werden noch einmal die für die EPB erforderlichen Wasserfächer abgearbeitet.

Alle Gespanne hatten den Auftrag, in der Sommerpause immer wieder kleine, aber intensive Übungen mehrmals in der Woche zu absolvieren. Die Hauptaufgabe war, die Hunde weiterhin bei Laune und neugierig zu halten.  So sind z.B. immer wiederkehrende, lange Schleppen kontraproduktiv.

Ein kleiner vorausgehender Test von mir beinhaltet zwei Übungen:

  • Bringen eines Tennisballes aus offenem Gewässer.

Nach weitem Werfen eines Balles sollte der Hund das Wasser zügig annehmen. Mit Aufnahme des Balles beginnt die beurteilungswürdige Arbeit. Der Führer entfernt sich auf einige Meter vom Uferrand. Der Hund hat die Aufgabe, den Ball selbstständig ohne zwischenzeitliches Schütteln heranzutragen und in Sitzstellung vor dem Führer auszugeben. Diese Aufgabe ist insofern für viele Hunde schwierig, weil ein Ball häufig zum Spielzeug gehört. Der Hund muss sich also zwingen, auch diese Arbeit ernst zu nehmen.

 

  • Apport sperriger Gegenstände.

Mehrere zusammengebundene Apportierböcke sind eine echte Klippe für den Hund. Manch einer verweigert schon im Wasser die Aufnahme. Am Ufer wird es dann besonders schwer. Hier zeigt sich, ob der Hund wirklich durchgearbeitet wurde. Timon von der Nachtweide wurde heute das erste Mal mit dieser Aufgabe konfrontiert, die er auf Anhieb meisterte. In der Konsequenz wurden auch alle dann sich anschließenden Fächer im sehr guten Prüfungsanspruch bewältigt. Trotz oder gerade auch wegen der langen Sommerpause!

 

Grundtenor meines Lehrganges ist, die Hunde immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen. Wir brauchen für die Jagd arbeitsfreudige Hunde, die mit allen sich stellenden Problemen möglichst eigenständig fertig werden. In diesem Zusammenhang verweise ich noch einmal auf die Rubrik auf dieser Homepage „Prüfungscheck Herbst“.

http://www.wachtelhund-waldlaeufer.de/startseite/ausbildung/pr%C3%BCfungscheck-herbst/

 

Juni 2020

Apport „to go“ mit Kanin am Fahrrad

 

Der junge Hundeführer zeigt eine beindruckende Leistung mit seinem einjährigem Rüden, Jero vom Himmelreich (19-254). Nach zwei Monaten Lehrgang ist dieser Hund bereits „reif“ für die Herbstprüfung.  Die erkennbare enge Zusammenarbeit mit dem selbstständigen Aufnehmen (ohne weiteres Kommando) hinter dem Fahrrad - aus der stürmischen Vorwärtsbewegung heraus - setzt sich über alle Fächer hindurch fort. Auch im Fließgewässer bricht der Rüde nicht ein, sucht, findet und bringt die Ente bereits über große Entfernungen.

 

Von züchterischer Bedeutung ist die enorme Abrichtbarkeit dieser Hunde, auf die wir massiv unsere Aufmerksamkeit lenken sollten. Wenn man bereits mit solchen jungen Hunden derartig sicher zusammenarbeiten kann, sollte die eine oder andere Note auf der verflixten Hasenspur nicht eine solche Bedeutung haben!

Juni 2020

Apport Staffel

 

Nach zwei Monaten zeigen sich vor dem Hintergrund ehrgeiziger Führer und sehr lenkbarer Hunde gut vorzeigbare Ergebnisse. Die Hunde arbeiten sicher aneinander vorbei, ohne sich von der Parallelbewegung des anderen Hundes irritieren zu lassen. Es geht um Beute(!), die noch dazu in die Gruppe hinein getragen werden muss. Das Ganze läuft ohne große Einflussnahme der Führer und ist damit „jagdnah“! Für mich als Lehrgangsleiter ist es besonders schön anzusehen, dass den Hunden (und den Führern) die Freude an der (Zusammen-) Arbeit anzumerken ist. Es handelt sich um zwei DW-Rüden, einen Labrador-Rüden und eine Münsterländerhündin, allesamt jeweils ca. 1,5 Jahre alt.