Dexter von der Dermbacher Höh

Nachdem ich mich altersentsprechend von meinem dienstältesten Rüden, "Donn vom Waldläufer" ("Charlie" wurde gut 13 Jahre alt und konnte im Jagdjahr 2020/2021 noch vollwertig mit mir jagen)  trennen musste, kommen "Schorsch vom Waldläufer" ("Schröder", 6 Jahre) und "Dexter von der Dermbacherhöh"  ("Bismarck", 3 Jahre, Sohn einer Waldläufer-Hündin) auf vielzähligen Jagden zum Einsatz. Näheres zum Einsatz von Bismarck als Stöberhund und Deckrüde gibt es jetzt an dieser Stelle.

Dezember 2021

Dexter von der Dermbacher Höh, Rufname Bismarck

Bismarck ist das, was ich mir als vierbeinigen Jagdkameraden für meinen letzten Jagdabschnitt gewünscht habe. Er steht am Ende meiner züchterischen Laufbahn, ist er doch ein Sohn der Waldläufer-Hündin Tara vom Waldläufer. Mit seinen drei Jahren konnte er bereits dreimal zum Decken eingesetzt werden. Im Zwinger „vom Hemmensiek“ fielen zwei Hündinnen, die einzig aus einer Reihe von Geschwistern schließlich nach Kaiserschnitt noch gerettet werden konnten. Zurzeit liegen im Zwinger „vom Thelehaus“ fünf gesunde, stramme Welpen. Seit kurzem ist nun auch „Merle vom Thelehaus“ im brandneuen Zwinger „vom Königsthal“ von Bismarck belegt. Er konnte seine hervorstechende Libido abermals unter Beweis stellen. Als erfahrener Züchter weiß ich, wie bedeutungsvoll der unkomplizierte und für beide Seiten schonende Deckvorgang ist. Bismarck scheint für Merle vom Thelehaus von der Natur ideal zugeschnitten.

Formwert, Farbe und Temperament sind fast deckungsgleich. Merle hat vorerst nur die Jugendprüfung (2. Preis). Der Besitzer geht damit einen vom Verein vorgezeichneten Weg, der das Ziel hat, junge Hunde unter drei Jahren, ohne die erweiterte Zuchtzulassung, in die Zucht hineinzunehmen. Damit besteht die Möglichkeit, Zuchtpotential früh und sicher auszuschöpfen. Für mich ist zudem sicher, dass diese Hündin im Herbst erfolgreich zur EPB geführt wird und damit die EZZL erhält. Da die Hündin altersentsprechend jagdlich noch nicht über die Dinge eingesetzt werden konnte, ist eine entsprechende Bewertung noch nicht möglich. Aber: genetisch gesehen stammt sie aus sehr gutem Haus, sodass an dieser Stelle nichts anbrennen dürfte.

Zu den Qualitäten von Dexter von der Dermbacher Höh:

  • Kerngesund und energiegeladen, sehnig, athletisch, schlechter Fresser.  Ungemein wendig, schnell und ausdauernd.
  • Äußerst umgänglich, freundlich gegenüber allen Menschen und (fast) allen Hunden, leichtführig und einfach abzurichten. Führerorientierte Leinenführigkeit und perfekte Standruhe.
  • Mittel- bis weiträumige Arbeitsweise anlässlich von Drückjagden. Deutliche Spezialisierung auf Schwarzwild mit erkennbarem Faible für krankes Wild. Scharfes, übergriffiges Stellen mit anhaltendem Laut.
  • Trockener, millimetergenauer Laut auf der Fährte. Es lohnt sich dann immer, die Waffe schussbereit in den Händen zu halten.
  • Sicheres Zurückkommen, ist auch zwischendurch immer wieder am Stand, um sich erneut, meistens in entgegengesetzter Richtung, zu orientieren. Akustische Eindrücke, wie Fährtenlaut anderer Hunde,  werden mit Interesse quittiert, ohne sich beizuschlagen. Ein klassischer Solojäger.

Ausnahmsweise an dieser Stelle mal eine kleine Jagderzählung:

 

Tiefster Solling, Mitte Dezember 2021, das Treiben dauert bereits 45 Minuten, das Ortungsgerät zeigt an, dass Bismarck weit entfernt aktiv ist, wie sich später herausstellt, über viele Minuten mit dem Jagen einer kleinen Schwarzwildrotte beschäftigt. Über die Schneise vor mir wechselt, ohne jede Vorwarnung, ein ca. 25 kg schwerer Frischling. Es gelingt mir nicht, einen Schuss los zu werden. Mein Rüde findet sich 20 Minuten später wieder am Stand ein, beginnt eine neuerlich Suche, findet die Fährte, um sie ca. 80 m bis zum Kessel der Sau zu arbeiten. Es gelingt ihm, nach ca. acht Minuten den Frischling herauszustoßen. Die sich anschließende Jagd wird zur Brackierarbeit. Sie entfernt sich auf über 400 m, um dann wieder meine Richtung anzunehmen, bis schließlich der Frischling die Schneise auf gleicher Höhe passiert. Jetzt kann ich zu Schuss kommen. Die Jagd geht weiter bis zu dem bekannten Kessel. Hier stellt Bismarck nun den offensichtlich kranken Frischling (hoher Vorderlaufschuss) unter häufigem Attackieren. Durch mein Handicap kann ich mich dem Tumult nur langsam nähern und werde so kameradschaftlich von einem jungen Hundeführer unterstützt, so dass nach zehnminütigem Stellen meines Hundes die Sau abgefangen werden kann.

 

Die Fähigkeiten von Bismarck haben sich über den Einsatz auf Drückjagden entwickelt. Ohne Frage bin ich durch die Teilnahmemöglichkeiten an einer Vielzahl von Jagden in einer privilegierten Situation. Allerdings bestehen solche Chancen für eine Vielzahl von Hundeführern. Das Prinzip „Learning by Doing“ sollte uns allen zeigen, zu was unsere Hunde in der Lage sind, ohne dass es den Einsatz im Schwarzwildgatter bedarf. Auch „S-Jagden“ bringen nur eine begrenzte Aussage mit sich und sind ein Beitrag zur aktuellen „Preisolympiade“.  Aussagekräftig sind alleine die Leistungen im praktischen Jagdbetrieb. Bismarck hat in den letzten 14 Tagen auf fünf Jagden erfolgreich an krank geschossenen Frischlingen gearbeitet. Eine Vielzahl von Jägern hat das miterlebt, wie auch die Leistungen anderer Hunde. So konnte ich im Forstamt Dassel am letzten Montag eine extrem gut jagende Olper Bracke erleben, einige Tage zuvor einen genial jagenden Terrier (eben den, der Bismarck am kranken Frischling unterstützt hat). Lasst uns darüber reden und den Jagdbetrieb in unsere Bewertungen einbeziehen und mehr und mehr vom Prüfungsrummel Abstand nehmen! Schwarzwildgatter sind angesichts der Fülle an Schwarzwild in den meisten Revieren eine mehr als unnötige Einrichtung und dürften sich in kurzer Zeit angesichts der bevorstehenden ASP-Welle erübrigen. Sie dienen zudem nicht selten dem Narzissmus der Führer. Ach ja: verschwenden wir nicht schon über die vielen Fahrten zu den Jagden genug an Ressourcen, muss es dann auch der Tourismus zu den Gattersauen sein?  

 

 

            Herzlich willkommen!

 

 

 

 

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Deutschen - Wachtelhund - Zwingers

"vom Waldläufer"!

 

Mein Name ist Karl-Heinz Strohmeyer, ich bin pensionierter Förster, führe Wachtelhunde seit  40 Jahren und habe gemeinsam mit meiner Frau fast 30 Jahre diese Hunde gezüchtet. Seit 2016 ruht unsere Zucht. Ich führe nach wie vor Wachtelhunde, sowohl bei der Einzeljagd als auch auf Drückjagden. Als Richter nehme ich aktiv an Hundeprüfungen teil. Ich habe vor, auch in den nächsten Jahren intensive Welpentreffen und Führerlehrgänge durchzuführen!

Über diese Homepage stehe ich interessierten Wachtelhund-Freunden weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.

Hauptanliegen ist, meine Gedanken, Anschauungen, Erfahrungen und Ratschläge über diese Seite weiterzugeben. So können Sie auf diesem Weg auch Dinge abrufen, die Sie gar nicht oder nur sehr schwer an anderer Stelle finden!

Ich bin erfreut über das offenkundige Interesse an meinen Informationen!

Besonders in Sachen Ausbildung, Haltung und Führung plane ich immer mal wieder wertvolle Ergänzungen.

Ab sofort können Sie meine ganz persönlichen Anmerkungen zum (Fort-) Bestand unserer Wachtel-Hund-Rasse nachlesen - siehe unten auf dieser Seite!

Karl-Heinz Strohmeyer       Juli 2018

Es können sich Hundeführer mit ihren Sorgen und Nöten an mich wenden. Ich werde versuchen, gemeinsam die Probleme  - in Sachen Haltung, Ausbildung, Gesundheit und Zucht - zu erarbeiten. Zum Kummerkasten:  ... hier klick                  

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Am Ende der Blick zurück ...
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Meinem Versprechen, ein Statement nach 30 Jahren Zucht des DW abzugeben komme ich an dieser Stelle nach. Bitte bedienen Sie sich der oben ersichtlichen PDF Datei!

 

Wenn Sie sich in dieses Essay vertiefen wollen, brauchen Sie zwei Flaschen Rotwein und einen halben Meter Brennholz für Ihren Kamin! So können Sie u.a. auch der folgenden Aussage nachgehen:

 

„Festhalten an der Hasenspur als maßgeblichen Standard für die Zucht des DW bedeutet Festhalten an der Krankzucht mit zunehmenden negativen Erscheinungsbildern!“