Zirpe und Zinke vom Waldläufer

 

 

Aus Gründen der Vollständigkeit: Es gab vor Nadja einen anderen Ausflug in die Szene der Wachtelhunde: Von der Arbeit des Rüden „Ulk vom Hagerwald“ überzeugt, beschaffte ich mir Nachwuchs von ihm über den Zwinger „vom Obersberg“. Die Hündin „Xerra vom Obersberg“ führte ich jeweils mit dem zweiten Preis über JP, EP und GP. Auf dem Papier erschien sie Nadja weit überlegen, nicht aber im praktischen Vorwärtsdrang beim Stöbern. Vielleicht war es auch eine intuitive Entscheidung, nicht mit ihr in die Zucht einzusteigen, sondern lieber mit Nadja zu starten. Verständnis dafür gab es nur von den Wenigsten, einer der Wenigen war T.E.

 

Nachdem sich über einige Jahre zeigte, wie leistungsstark der Nachwuchs von Cosmos x Nadja einschlug (W-Wurf, siehe Wasco, siehe Werra), lag der Gedanke nahe, nach „Götz von der Fuchsmühle“ (1 Welpe, ein Jahr später 0 Welpe) und „Veit vom Räberspring“ (8 Welpen, 1. Züchterpreis, schlechte HD Ergebnisse) abermals (letztendlich dann drei Mal) „Cosmos Bringtreu“ einzusetzen, um dann auch Nachwuchs von ihm zu behalten: „Zinke“ und „Zirpe vom Waldläufer“ zeigten auf den Prüfungen vergleichbare Leistungen, waren im Jagdbetrieb ähnlich gut, wiesen aber konstitutionelle Unterschiede auf. Zinke war deutlich filigraner, Zirpe robust und stark im Körperbau.

 

 

Nachdem ich beide zur Zucht einsetzte, das erste Mal jeweils mit Lorbas vom Auerberg, zeigten sich diese Unterschiede auch beim Nachwuchs, weswegen ich mich entschied, mit Zirpe weiterzumachen. Eine richtige Entscheidung: Die nächsten Würfe – Zirpe x „Lando Weidelsburg“ zählen heute noch zu den Besten meines Zwingers!

 

 

 

Aus dem E-Wurf fiel der für mich nicht zu toppende „Ernst vom Waldläufer“, der mir unvergleichliche Jagderfolge und anderen Züchter teilweise einen Spitzen – Nachwuchs (36 Welpen) bescherte. Ernst jagte überlegt, ging nach gutem Kreisen in die Tiefe, bewegte gern zuerst das Rehwild, stellte Schwarzwild locker, verlor sich zwischendurch wieder am Rehwild, suchte dann abermals – jetzt verärgert - das Schwarzwild auf, blieb dran, sprengte oder holte mich vom Stand. Er wurde nie geschlagen und konnte, wenn das Umfeld mitspielte, jede Sau in Bewegung bringen.

 

Voraussetzung: Das Treiben musste lange genug dauern! In einer halben Stunde war das alles nicht zu erledigen. Fantastisch: in zwölf Jahren gemeinsamen Jagens war er drei Mal zum Schluss nicht am Stand. Man hatte ihn dann jeweils mit Gewalt daran gehindert, zurück zu kommen! Das besondere Talent: Er kreiste, d.h., er umschlug das Wild, um es mir in Wolfsmanier zuzutreiben! Deswegen vermutlich auch die Vorliebe für das Rehwild; damit kann man so etwas machen!

 

Zirpe „schaffte“ 56 Nachkommen und sicherte sich damit einen unvergesslichen Platz in meinem Zwinger und in den Ahnenreihen des Deutschen Wachtelhundvereins!

 



 

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