Die Methode


Viele kleine Schritte bringen uns weiter, als wenige große! Erfolg werden wir nur dann haben, wenn es uns gelingt, den anfänglichen Eifer aufrechtzuerhalten. Es muss „spannend“ sein und bleiben. Dazu gehört, dass am Ende der Arbeit immer wieder eine Belohnung winkt, die für den Hund vielversprechend interessant ist: Für den Verfressenen das Futter, für den „Tennisballfanatiker“ eben dieser Ball, für den Apportierfreudigen das Schleppwild, für den Beutegierigen das frisch geschossene Wild usw. (... wie wäre es mit der läufigen Hündin für den jungen Ritter? ... es muss ja nicht gleich zum Decken kommen!). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das Motto „Der Weg ist das Ziel“ trifft auch hier zu! Eben dieser Weg bis hin zum Stück sollte interessant gestaltet sein. Neben dem getupftem Blut, bzw. Schweiß, darf es diverse Anreize von Futter oder Lockgegenständen geben, die den Hund zusätzlich motivieren, „Linie“ zu halten.

Ich arbeite häufig mit der „Eimermethode“.

Kleine Eimer im fünf Liter - Format werden in bestimmten Abständen auf den Fährtenverlauf gestellt. Jeweils mit etwas Futter bestückt und ineinander gestapelt, lassen sie sich gut hantieren und ausbringen. Im Sommer verhindern sie „Angriffe“ durch Mistkäfer etc. von unten, von oben kann man solche Attacken durch Abdecken vermeiden. Der Hund arbeitet sich von Eimer zu Eimer vor, hat also neben der Nasenarbeit auch anfangs den optischen Reiz der hellfarbenen Eimer. Die ersten Übungsabläufe können auf dem eigenen Grundstück oder in der Feldmark vollzogen werden. Der Hund wird über den Schweißriemen „genötigt“, sich „eimerweise“ fortzubewegen. Ggf. profitieren wir einmal mehr von unseren Übungen auf der Führerfährte!!

Der Abstand der Eimer wird erweitert, die Zahl verringert! Hat der Hund das System begriffen, geht es in den Wald. Die anfängliche Kurzstrecke mit vielen Eimern auf wenigen Metern mit kurzer Standzeit wird sukzessive in eine lange, „eimerlose“ Fährte mit langer Standzeit umgewandelt. Es spricht nichts dagegen, einige Male den Streckenverlauf zu wiederholen. Ansonsten bieten sich die bekannten geometrischen Formationen an: Spitze, rechte und offene Winkel, Bögen, Kreise, Rechtecke oder Quadrate! Warum nicht auch mal da ankommen, wo man angefangen hat?

In vielen Fällen kommt es zum „Zusammenbruch“ wenn ich mir die Fährte erstmalig von einer zweiten Person legen lasse. Die Erfolge von der „Heimarbeit“ lassen sich leider nicht so einfach übertragen. Unwillkürlich habe ich dem Hund Hilfestellung gegeben, weil mir der Fährtenverlauf bekannt war. Diese Art der Suggestion fehlt nun auf der „Fremdfährte. Hinzu kommt eine mehr oder minder an den Tag gelegte Nervosität, die den Hund maßgeblich irritieren kann. Jetzt gilt es für den Führer, Ruhe auszustrahlen, um den Hund erkennen zu lassen, dass es sich um das bekannte „Spiel“ handelt. Dafür bedarf es der bekannten Rituale und der Fähigkeiten des Führers, die erkundeten Verhaltensweisen des Hundes wieder zu erkennen. Damit kann der Hund angeleitet, motiviert und korrigiert werden. ---

 

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