Das Material


Die Halsung sollte breit genug sein, um dem Hund die Arbeit so angenehm wie möglich zu machen! An einem starken Wirbelist dauerhaft eine Leine („der Riemen“) befestigt, die bestenfalls grell leuchtet. So geizig man auch sein mag: Diese Kombination wird einzig und allein für die Arbeit auf der „roten Fährte“ verwendet! Hinsichtlich der Länge sind wir schnell wieder beim Hunde – oder Führertyp! Der eine mag es lang, der andere kurz! Da ein Schweißriemen Generationen von Hunden (und Führern?) durchhalten kann, empfiehlt sich eine Länge von mindestens 15 m.

Rinderblut, Hammelblut, Wildschweiß - gleich welcher Art, Lungenschleppe, Fährtenschuh! Wer die Wahl hat, hat die Qual. Bestenfalls: Erst den Hund auf Hammel- oder Rinderblut einarbeiten. Wird später Wildschweiß verwendet, erlebt man einen „Kick“ beim Hund. Die Lunge am Bindfaden gezogen, dürfte mehr Witterung hinterlassen, als es bei der Verwendung von Blut oder Schweiß der Fall ist. Vor einer Prüfung empfehle ich, mehrmals das geübt zu haben, was auf der Prüfung praktiziert wird (z.B. Spritz – oder Tupf-Verfahren, Wildschweiß). Schweineblut ist absolut tabu! Herr Aujeszky lässt grüßen! Zum Thema Fährtenschuh fehlt mir die Erfahrung. Ich meine, dass es der Hundenase reichen muss, was wir ihr über Blut oder Schweiß anbieten!

 

Der Grundstock


Der Arbeit mit dem Hund geht die Arbeit des Fährtenlegers voraus. Eine Vielzahl von Kunstfährten sollten von dem gelegt werden, der anschließend mit dem Hund arbeitet. Ratsam ist, sich vor Beginn  Gedanken über den Verlauf und die Länge der Kunstfährte zu machen. Hier hilft eine Karte, die zum Schluss entsprechend verfeinert wird. Um sich später genauestens an der Fährte orientieren zu können, bedarf es ständiger „Kontrollpunkte“. Wenn ich die Verhaltensweisen meines Hundes „entschlüsseln“ will, benötige ich „auf den Zentimeter genau“ meine Hinweise, wo genau der „Rote Faden“ verläuft. „Pfadfinderische“ Unsicherheiten verhindern, dass ich konsequent umsetzen kann, was ich bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit erarbeiten will: Die Anleitung des Hundes, die ständige Korrektur (wenn erforderlich) und das Studium der unterschiedlichen Verhaltensweisen des Hundes:

 

Mit Kontakt zur Fährte: - Nase unten - Nase hoch -  Körperspannung – Konzentration - Haltung der Rute – „der Vorschub“ - .

Ohne Kontakt zur Fährte: - Das jeweilige Verhalten eingehend studieren und entsprechend „verwerten“ - .


Die vom Hund ausgehenden Signale gilt es – Schritt für Schritt - zu erkunden, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse dann nutzen zu können, wenn der Verlauf der Fährte – z.B. auf der Prüfung oder nach dem Schuss – nicht bekannt ist.

Der „Rasende Roland“ – also der Kumpel, der mich am liebsten in der Waagerechten zum Stück ziehen will – muss aus vielerlei Gründen gedrosselt werden. Je ruhiger und langsamer die Arbeit vonstatten geht, desto besser. Ruhig heißt aber nicht automatisch: Sicher zum Stück - schnell bedeutet nicht gleich: Höheres Risiko nicht zum Ziel zu kommen. Das Gespann muss austarieren, wie das eigene Tempo bestenfalls sein kann. Die Richter werden sich schon sputen! ---

 

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